Häufig gestellte Fragen


Wie lange muss eine Fassade halten?

Antwort: Eine Mauerfassade muss erfahrungsgemäss spätestens nach 20 bis 25 Jahren erneuert werden. Holzfassaden brauchen mehr Pflege, somit auch häufiger einen Neuanstrich. Eine Prognose in konkreten Zahlen ist nicht möglich. Je nach Standort, Bodenverhältnissen Witterungseinflüssen und Beanspruchung muss in kürzeren Abständen saniert werden. Für ein gesundes Wohnklima ist ein periodischer Fassaden-Check-up empfehlenswert.

Wie funktioniert Perrens Fassaden-Check-up!
Antwort: Vor Ort nehmen wir Fassadenschäden in Augenschein. Darauf folgt die genaue Analyse des Untergrunds und der verwandten Beschichtungsstoffe. Beton, Zementgebundene Bauplatten, Kalk- und Gipsputz sowie Holzwerkstoffe müssen über verschiedene pH-, sd-oder w-Werte verfügen, um fachgerecht behandelt zu werden. Verschiedenste Prüf-Methoden kommen bei der Analyse zum Zuge: Elektronische Feuchtigkeitsmessungen, Labor-Methoden, Kratz-, Wisch-, Benetzungsproben und viele andere mehr. Untergrund, Beschichtung sind die Basis, auf die Neuanstriche optimal abgestimmt werden müssen.

Ph-Wert: Neutrales Wasser verfügt über einen pH-Wert von 7. Werte unterhalb von 7 zeigen Säuren an, Werte oberhalb von 7 Laugen. Je kleiner der pH-Wert, um so stärker ist die vorhandene Säure.

sd-Wert: Der sd-Wert beschreibt den Widerstand, den ein Baustoff gegenüber Wasserdampfdiffusion besitzt, also wie wasserundurchlässig er ist. Je grösser der sd-Wert, umso «wasser abstossender» ist der Baustoff.

w-Wert: Der Wasser-Aufnahme-Koeffizient w gibt an, wieviel Liter Wasser durch einen Quadratmeter Fläche in einer Stunde absorbiert (eingesaugt) werden können. Er charakterisiert, also, wie viel Feuchtigkeit in welchem Zeitraum von der Wand aufgenommen wird.

Warum sind Untergrund-Analysen bei der Sanierung wichtig?
Antwort: Viele Schäden an Fassaden entstehen aus simplen Materialfehlern. Die einzelnen Komponenten sind nicht kompatibel. Nur wenn die genauen Ursachen von Schäden bekannt sind, können sie auch optimal behoben werden.

Feuchtes Mauerwerk, was tun?
Antwort: Fassadendämmung. Sie verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit und Kondenswasser-Bildung im Innern. Wichtig dabei: Horizontalabdichtung, um den kapilarischen Aufstieg von Feuchtigkeit aus dem Boden zu unterbinden. Und natürlich gutes Austrocknen zwischen den einzelnen Arbeitsgängen.

Wie sieht es mit Subventionen für Private aus?
Wenn Sie Ihr Haus vor dem Neuanstrich mit einem Wärmeverbundsystem (WDVS) versehen, können Sie unter gewissen Voraussetzungen von der Stiftung Klimarappen Fördergelder beziehen. Weitere Informationen und Gesuchsformulare erhalten Sie online auf www.klimarappen.ch.

Wie spare ich Heizkosten und sorge für ein gesundes Wohnklima?
Antwort: Richtiges Lüften dient nicht nur der Frischluftzufuhr, sondern auch dem Abtransport von Luftfeuchtigkeit. Richtig lüften heisst: drei bis viermal täglich durch weites Öffnen der Fenster und Türen die Zimmerluft vollständig auszutauschen. Mit dem Abzug der verbrauchten Luft verliert der Raum nur wenig Wärme. Die kühlere Frischluft wird durch die gespeicherte Wärme in den Wänden schnell auf Zimmertemperatur gebracht. Durch ein ständig gekipptes Fenster heizt man buchstäblich zum Fenster hinaus. Folgen: Die Heizung muss auf vollen Touren laufen, während nur wenig Frischluft in den Raum dringt.

Reduziert Fassadendämmung die Atmungsfähigkeit der Wand?
Antwort: Nein. Denn keine Wand kann «atmen». Untersuchungen belegen, dass Luftaustausch zwischen innen und aussen fast ausschliesslich über Fenster und Türen erfolgt. Weniger als 5 % dringen durch die Wand.

Wie kommt dann der Schimmel ins Gebäude?
Feuchtigkeit ist die häufigste Ursache für Schimmelbildung im Gebäude.
Mögliche Ursachen: Defekte Wasserleitungen, defekte Fassaden oder Dächer, Unglücksfälle, Kondenswasser an Wärme- bzw. Kältebrücken.

Warum habe ich trotz Kälte dämmenden Massnahmen plötzlich Schimmel im Haus?
Antwort: In schlecht isolierten Häusern, mit undichten Fenstern, wie man sie etwa an Altbauten findet, kann durch den Luftaustausch die Raumluft «entfeuchtet» werden und somit Schimmel vermieden. Werden nun isolierende aber auch «luftdichte» Fenster eingesetzt, muss der Austausch der Luft durch gezieltes Lüften erreicht werden.

Was ist denn eine Wärme- oder Kältebrücke?
Damit bezeichnet man Schwachstellen an den Aussenbauteilen eines Gebäudes. Sie weisen eine geringere Wärmedämmung auf. Raumseitig liegt die Temperatur der Wand niedriger als an den anderen Wandbereichen. An den Stellen mit niedriger Temperatur bildet sich Kondenswasser. Es entsteht Schimmel.

Und wie kann ich Kondenswasser verhindern?
Im Innern von Räumen findet Kondensation statt, wenn die wasserdamfbeladene Luft Flächen oder Gegenstände berührt, deren Temperatur unter dem Taupunkt liegt. An Fenstern und Kacheln erkennt man die kleinen Wassertröpfchen sofort, an den Wänden erst später: in Form von Schimmel und Modergeruch. Auch hier gilt: Lüften Sie gut!

Wie entsteht Luftfeuchtigkeit?
Den Wasser- bzw. Wasserdampfgehalt der Luft nennt man Luftfeuchtigkeit. Ist der Sättigungsgrad der Luft erreicht, spricht man von 100% Luftfeuchtigkeit. Sie entsteht durch die Verdunstung von Wasser durch die Haut und an der Oberfläche von Zimmerpflanzen. Durch Kochen, Baden, Wäschetrocknen usw. Das Aufnahmevermögen der Luft hängt von der Lufttemperatur ab: Je höher die Temperatur, desto mehr Wasserdampf kann die Luft binden. Sinkt die Temperatur zu stark ab, kondensiert der unsichtbare Wasserdampf: Es entstehen kleine Tröpfchen, sprich Kondenswasser.

Sind Algen und Pilze an Fassaden gefährlich?
Die Funktionstüchtigkeit einer Fassade (Wetterschutz) wird durch den Bewuchs von Algen nicht beeinträchtigt. Rein optisch wirken sie nicht besonders ästhetisch. Beide zählen, wie auch Bakterien, Hefen, Moose und Flechten, zu den sogenannten Mikroorganismen. Seit über zwei Milliarden Jahren sind sie natürlicher Bestandteil unserer Umwelt. Man findet sie an Bäumen, Büschen und Steinen oder auch Verkehrstafeln.

Wie kann ich sie verhindern?
Antwort: Es gibt keinen Putz und keine Farbe, die Algen- und /oder Pilzbefall auf ewig unterbindet. Aber mit hochwertigen Beschichtungssystemen lässt er sich erheblich verzögern. Auch bauliche Veränderungen wie Dachüberstände können Abhilfe schaffen.

Algen und Pilze, wo liegt der Unterschied?
Im Aussenbereich lassen sich Algen und Pilze anhand ihrer Farbe erkennen. Algen sind meist grün und Pilze grau bis schwarz.

Kann ich als Hobbymaler gegen sie vorrücken?
Antwort: Nein: Sämtliche Fassadenarbeiten sollten nur von qualifizierten Handwerkern und Malern ausgeführt werden. Wichtig auch die Verwendung von qualitativ hochstehenden Farben und Putzen mit folgenden Eigenschaften: (geringste Wasserquellung, hohe Dampfdiffusions-Fähigkeit, geringste Verschmutzungsneigung).